10. Dezember 2015 DennisRobers

Was macht heutzutage eine Führungspersönlichkeit aus?

Viele von uns haben ein Bild von einem allwissenden Superhelden im Kopf, der da steht, Befehle erteilt und seine Untergebenen beschützt. Aber das ist ein Bild aus einer anderen Zeit, und ebenso veraltet sind Entwicklungsprogramme für Führungskräfte, die auf Erfolgsmodellen beruhen, aus einer Welt, wie sie einst war, und nicht, wie sie heute ist oder morgen sein wird.

Es gibt Studien in denen Führungskräfte, ihre Entwicklungsprogramme auf Effektivität testen. 58 % der Unternehmen wiesen erhebliche Mängel in den oberen Führungsetagen auf. Das heißt, dass trotz interner und externer Weiterbildungen, Assessments, Coaching, all dieser Dinge, mehr als die Hälfte der Unternehmen es nicht schafft, genug Führungskräfte auszubilden. Vielleicht fragen Sie sich: Hilft mir mein Unternehmen dabei, eine Führungspersönlichkeit des 21. Jahrhunderts zu sein? Die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass es nicht so ist.

Vor einigen Jahren beobachtete ich in diesen Ausbildungsprogrammen einen beunruhigenden Trend. Ich merkte, dass sich trotz aller Bemühungen bei unterschiedlichen Menschen die gleichen Muster wiederholen. Eine solche Geschichte war die von Michael, einer hochkarätigen Führungskraft, der in eine neue Abteilung versetzt wird und versagt, was zu unwiederbringlichen Verlusten führt. Und dann gibt es Geschichten wie die eines Führungsteams eines einst blühenden Unternehmens, das von einer Veränderung der Marktlage überrascht wurde und sich gezwungen sieht, die Unternehmensgröße um die Hälfte zu reduzieren oder Insolvenz anzumelden.

Nun bringen mich diese wiederkehrenden Geschichten dazu, zwei Frage zu stellen. Warum gibt es immer mehr Defizite in den Führungsetagen, wenn doch viel mehr in deren Entwicklung investiert wird?

„Was macht eine Führungspersönlichkeit des 21. Jahrhunderts aus?“

In der Welt des 21. Jahrhunderts, die globaler ist, digital besser ausgestattet und transparenter, mit schnelleren Informationsfluss und Innovationen und wo nichts Großes zustande kommt ohne irgendeine Art von komplexer Matrix, werden Sie, falls Sie sich auf traditionelle Entwicklungsstrategien verlassen, ihr Wachstum als Führungskraft hemmen. Tatsächlich werden althergebrachte Auswertungen wie schmale 360 Stichproben oder altmodische Leistungskriterien Ihnen falsch-positive Ergebnisse liefern und sie in der Gewissheit wiegen, dass Sie besser vorbereitet sind, als es der Fall ist. Um Führungsqualität im 21. Jahrhundert zu definieren und unter Beweis zu stellen, müssen Sie diese drei Fragen beantworten.

Wohin schauen Sie, um die nächste Veränderung in Ihrem Geschäftsmodell oder Ihrem Leben vorauszusehen? Die Antwort ist: in Ihren Zeitplan. Mit wem verbringen Sie Ihre Zeit? Mit welchen Themen befassen Sie sich? Wohin verreisen Sie? Was lesen Sie? Welche Schlüsse ziehen Sie daraus, um potentielle Diskontinuitäten zu erkennen und dann die Entscheidung zu treffen, etwas gerade jetzt zu tun, um für später vorbereitet zu sein? In einem Führungsteam versammeln sich die Mitglieder und tauschen sich aus: diese Entwicklung beschäftigt mich, hier gibt es Trends, die andere Mitglieder wichtig finden, und sie tragen diese zusammen, um Entscheidungen zu treffen, eine Strategie zu verändern oder einen neuen Strategiezug zu planen. Führungspersönlichkeiten halten die Augen offen. Sie denken um die Ecke, gestalten die Zukunft mit, anstatt nur auf sie zu reagieren.

Die zweite Frage ist: Wie vielfältig ist Ihr persönliches und berufliches Netzwerk?

Wir hören oft den Begriff „Good Old Boy Networks“ und diese sind sicherlich aktiv und das in vielen Institutionen. Aber auch wir alle haben ein Netzwerk aus Menschen, mit denen wir uns wohl fühlen. Bei dieser Frage geht es um Ihre Fähigkeit, Beziehungen mit Menschen aufzubauen, die sich von Ihnen sehr unterscheiden. Und diese Unterschiede können biologisch, physisch, funktional, politisch, kulturell oder sozio-ökonomisch sein. Und trotz all dieser Unterschiede verbinden sich diese Menschen mit Ihnen und haben genug Vertrauen in Sie, um mit Ihnen für das Erreichen gemeinsamer Ziele zusammenzuarbeiten. Eine Führungspersönlichkeit ist sich im Klaren, dass ein vielseitiges Netzwerk es erlaubt, Muster und Lösungen auf einer höheren Ebene zu erkennen, weil man Menschen dabei hat, die anders denken als man selbst.

Die dritte Frage: Sind Sie mutig genug, eine Vorgehensweise aufzugeben, die Sie in der Vergangenheit erfolgreich gemacht hat?

Oft wird gesagt: Willst du mitziehen, dann pass dich den anderen an. Aber wenn Sie diesen Rat befolgen, dann machen Sie womöglich als Führungskraft immer so weiter mit dem, was bisher vertraut und bequem war. Führungspersönlichkeiten trauen sich, anders zu sein. Sie sprechen nicht über das Eingehen von Risiken, sie gehen die Risiken ein. Der COO einer meiner Kunden erzählte mir, dass die wirkungsvollsten Entwicklungen sich ergeben, wenn man die Widerstandskraft aufbringen kann um standzuhalten, wenn andere einem erzählen, deine neue Idee naiv sei, unbesonnen oder einfach nur dumm. Nun ist bemerkenswert, dass die Menschen, die sich Ihnen anschließen werden, nicht die üblichen Begleiter aus Ihrem Netzwerk sind. Oft werden es Menschen sein, die anders denken und deshalb werden sie sich mit Ihnen verbinden wenn es darum geht, einen mutigen Sprung zu machen. Keinen Schritt, sondern einen Sprung. Mehr als traditionelle Ausbildungsprogramme für Führungskräfte wird das Beantworten dieser drei Fragen Ihr erfolgreiches Handeln als Führungskraft des 21. Jahrhunderts bestimmen.

Was macht also eine Führungspersönlichkeit des 21. Jahrhunderts aus?

Ich telefoniere mit vielen von Ihnen, und sie heben sich ab. Es sind Frauen und Männer, die sich vorbereiten, nicht auf die bequeme Berechenbarkeit von gestern, sondern auf die Realitäten von heute und die unbekannten Möglichkeiten von morgen.

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DennisRobers

Dennis Robers ist Experte für echtes, authentisches Verkaufen. Er gibt Führungskräften, sowie Sales-Mitarbeitern ein Verkaufs- und Kommunikationssystem und wertvolle Impulse für die tägliche Praxis. Neben seiner Vertriebserfahrung von über 15 Jahren beschäftigt er sich maßgeblich mit allen Ebenen der Kommunikation. Seine Verkaufstrainings sind die Grundlage, um Führungskräfte und Verkäufer in ihrem beruflichen Alltag zu begleiten und zu motivieren, sich selbst zu Bestleistung zu entwickeln.