10. März 2016 DennisRobers

Kaltakquiseanrufe nerven! Verkäufer auch! Über Vorurteile

Im Lexikon steht zum Stichwort Vorurteil, dass Vorurteile eine kritiklos von anderen übernommene Meinung ist, die einer sachlichen Argumentation aber nicht standhalten können. Dazu gehört auch, dass wir Menschen in Schubladen einsortieren. Das passiert ganz automatisch, zum Beispiel auf Grund ihres Aussehens, der Kleidung oder aber bestimmter Eigenschaften. Vorurteile und Schubladen haben wir alle in unseren Köpfen und können daran auch gar nichts ändern.


Jeder Mensch hat Vorurteile, das ist ganz normal. Denn Vorurteile haben eine praktische Funktion: Sie entlas­tet unser Gehirn und machen uns Entscheidungen in Notsituationen einfacher. Wenn wir zum Beispiel im Dunkeln eine Bewegung sehen, dann sind wir direkt auf eine mögli­che Gefahr eingestellt. Unser Gehirn erfasst blitzschnell die Situation, sorgt dafür, dass wir Angst empfinden, vorsichtig werden und einen Ausweg aus der Situation suchen. Das macht das Gehirn auf Grund von gespeicherten Informationen und Bildern, die es in dem Moment abruft.

Das Problem daran ist, das Vorurtei­le eine gesellschaftliche Dimension haben. Denn wir sortieren Men­schen nicht nur auf Grund unserer eigenen Erfahrungen in Schubla­den ein, sondern auch auf Grund fremder Meinungen. Das, was in einer Gefahrensituation nützlich ist, kann schnell zu falschen Schlüssen gegenüber unseren Mitmenschen führen. Was das angeht, sind wir Menschen eine Herde von Schafen, die einfach dem Leitschaf hinterher läuft ohne dabei zu hinterfragen, ob dieser Weg überhaupt Sinn macht.

Vorurteile

Vorurteile und die Schublade für uns selbst

Sogar über uns selbst denken wir in Schubladen und haben in unse­rem Gehirn Vorurteile über uns ge­speichert. Diese führen manchmal dazu, dass wir eine Aufgabe schlechter erledigen, als wir könnten. Einfach nur, weil wir der Ansicht sind, dass wir nicht so gut darin sind. Das sind oft Vorurteile, die uns unsere Kultur vorgibt.

Wenn zum Beispiel Frauen immer wieder gesagt bekom­men, dass sie handwerklich weni­ger begabt sind, dann kann sie das verunsichern. Obwohl die Aussage gar nicht zutrifft und die Geschick­lichkeit ganz von den persönlichen Interessen und Fähigkeiten ab­ hängt. Aber wir sind dem Schub­ladendenken nicht einfach ausge­liefert. Wir können uns an dieser Stelle korrigieren und müssen nicht zwangsläufig die erstbeste Schubla­de zu Rate ziehen. Allerdings ist es gar nicht so einfach, gegen diese Schubladen anzukämpfen. Denn unsere Meinung zu ändern, das wi­derstrebt uns Menschen.

Unser Gehirn zu überzeugen, bedarf schon einiger Überredungskunst. Als erstes müssen wir uns eingestehen, dass wir einem bestimmten Vorurteil folgen. Zum Beispiel, dass alle Bril­lenträger Nerds sind und außer Computerfach­wissen nichts zu erzählen haben. Das Erkennen, dass wir auf Grund eines Vorurteils urteilen, ist der ers­te Schritt, ihm zu entgehen.

Denn dann sind wir bereit unserem Ge­genüber quasi eine zweite Chance zu geben. Wichtig ist, dabei locker an die Situation ranzugehen und nicht dabei zu verkrampfen, um ja das Vorurteil loszuwerden. Da reicht es oft schon, mit dem Nerd einfach mal ins Gespräch zu kommen und ihn nicht direkt in eine Schublade zu sortieren. Denn für eines sind wir Menschen auch bekannt:

Wir können uns und andere immer wieder über­raschen.

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DennisRobers

Dennis Robers ist Experte für echtes, authentisches Verkaufen. Er gibt Führungskräften, sowie Sales-Mitarbeitern ein Verkaufs- und Kommunikationssystem und wertvolle Impulse für die tägliche Praxis. Neben seiner Vertriebserfahrung von über 15 Jahren beschäftigt er sich maßgeblich mit allen Ebenen der Kommunikation. Seine Verkaufstrainings sind die Grundlage, um Führungskräfte und Verkäufer in ihrem beruflichen Alltag zu begleiten und zu motivieren, sich selbst zu Bestleistung zu entwickeln.